In einer kürzlich vorgenommenen Klarstellung der europäischen „Novel Food Regulation“ wird CBD als Novel Food angesehen. Dies bedeutet, dass CBD-Öl intensive Zulassungsverfahren für medizinische oder Nahrungsergänzungsmittel durchlaufen muss, bevor es auf dem Markt verkauft werden darf. Und das obwohl umfangreiche Untersuchungen der European Industrial Hanf Association (EIHA) zu dem Schluss kommen, dass CBD in der EU ein Jahrhundert altes „traditionelles Superfood“ ist.

Novel Food Verordnung

Die „Novel Food Verordnung“ ist eine europäische Verordnung, die die Einführung neuer Lebensmittel oder neuartiger Lebensmittel auf den Markt regeln soll. Gemäß dieser Verordnung ist ein neuartiges Lebensmittel (Novel Food oder NF) ein Produkt, das vor dem 16. Mai 1997 in der EU nicht als Lebensmittel erhältlich war oder in großem Umfang konsumiert wurde. In den folgenden Jahren wurden verschiedene Vorschriften hinzugefügt, um die enthaltenen Produktspezifikationen weiter zu definieren.

In Bezug auf CBD, Hanf und Cannabis umfasst der erste NF-Produktkatalog (1998-2017) nur Cannabis Sativa L. Die Pflanzenfamilie umfasst verschiedene industrielle Hanf- und andere Cannabis-Sorten. Gemäß dieser Verordnung wurden die meisten Lebensmittel oder Zutaten von Cannabis Sativa L. nicht als Novel Food angesehen.

In einer zweiten Ausgabe, die von 2017 bis 2018 gültig ist, wurde Cannabidiol (CBD) in die Verordnung aufgenommen. Es wurde angegeben, dass Cannabis Sativa L.-Extrakte, die mehr CBD enthalten als natürlich in der Pflanze vorhanden sind, als Novel Foods angesehen werden sollten. Natürliche Extrakte ohne zusätzliches CBD, wie Dutch Natural Healing CBD-Produkte, wurden nicht als Novel Foods definiert. was zu großen Investitionen innerhalb der CBD-Industrie führte.

CBD als Novel Food

Die dritte und neueste Ausgabe hat jedoch die Spezifikationen für beide Einträge aktualisiert. Daraus geht hervor, dass ab 20-1-2019 nur Produkte, die Hanfsamen und Hanfsamenöl enthalten, als „traditionell“ angesehen werden. Lebensmittel, die aus Blättern, Blüten und Extrakten hergestellt werden, die Cannabidiol (CBD) enthalten, fallen dagegen unter die Novel Food Verordnung, obwohl diese Vorschriften oft nicht aktiv durchgesetzt wurden und die Produkte fast überall in Europa verfügbar waren.

Jedoch nur bis zu dem Zeitpunkt ab dem das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) - die für Lebensmittelsicherheit zuständige deutsche Behörde, - eine Online-Erklärung veröffentlichte, wonach die Kategorie Novel Foods alle CBD-Produkte umfassen sollte. Laut BVL “ist nicht nachgewiesen, dass CBD in großem Umfang konsumiert wurde - oder vor 1997 als Lebensmittel auf dem Markt erhältlich war. Infolgedessen müssten CBD-Produkte vor der Markteinführung intensive und strenge Prozesse durchlaufen - zumindest in Deutschland”. Dies würde sich wiederum stark auf den freien, wettbewerbsorientierten Markt auswirken, den wir derzeit vorfinden. Dies kӧnnte dazu führen, dass die am häufigsten verwendeten Marken vorübergehend oder sogar für immer vom Markt genommen werden.

CBD traditionelles Superfood

Laut EIHA könnte dieses Statement jedoch nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Der Internationale Verband der Hanfbauern und -verarbeiter untersuchte die historische Verwendung von CBD in Europa auf Basis der Erklärung des BVL. Entgegen der Überzeugung des BVL kamen sie zu dem gegenteiligen Ergebnis: CBD sollte als „Superfood“ betrachtet werden. Und natürlich können wir bei Dutch Natural Healing dem nicht mehr zustimmen!

Hanfölextrakte waren vor dem Industriezeitalter eines der am häufigsten verwendeten Pflanzenöle. Die EIHA stützt sich dabei auf über 21 Beweise, die die Verwendung von Hanf in Europa belegen. Von Rezepten für Tee bis zu Tortelli mit Hanfpflanzen, einem Nudelgericht, das in einem italienischen Kochbuch von 1884 beschrieben wurde.

Abgesehen davor wurde CBD schon lange davor verwendet und nicht nur um den Magen zu füllen. Belegt durch eine lateinische Inschrift in einer Wand im italienischen „Canton di Fiori“ in Bologna aus dem Jahr 1220 die besagt „Panis Vita / Canabis Protectio / Vinum Laetitia“. Übersetzt bedeutet dies: „Brot ist Leben, Cannabis ist Schutz, Wein ist Vergnügen.“ Dies stӓrkt das Argument der EIHA, das besagt dass CBD- und Hanfextrakte wie CBD Öl seit Jahrhunderten bewusst für den gesundheitlichen Nutzen eingesetzt werden.

EIHA vs. BVL

Indem die von der BVL ungerechtfertigte Verlautung von der EIHA publik gemacht wurde, konnte man eine Stellungsnahme der Bundesregierung erhalten. Das Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unterstützt die Auffassung der EIHA. In einer offiziellen Antwort heißt es: „Die Stellungnahme der Europäischen Kommission, die bestätigt, dass Lebensmittel, die Teile der Hanfpflanze enthalten, keine Novel Foods darstellen, ist gültig. Daraus kann jedoch nicht geschlossen werden, dass alle Produkte der Hanfpflanze, einschließlich CBD isolat Kristalle oder mit Cannabinoiden angereicherte Hanfextrakten, als Lebensmittel vermarktbar wären.“

"Daher", sagt Daniel Kruse, Präsident der EIHA, "sind Hanfprodukte aus traditionell hergestellten Extrakten mit dem natürlichen Vollspektrum der Hanfpflanze und deren enthaltenen Cannabinoide keine Novel Foods." Dies bedeutet, dass CBD-Produkte die aus natürlichem Hanfextrakten hergestellt warden, wie die Produkte von Dutch Natural Healing, im Inland legal als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel verkauft warden kӧnnen. Dieses Statement der Regierung und des Ministerium ist ein wichtiger Meilenstein für die deutsche Hanfnahrungsmittelindustrie, das sich zweifellos sehr positiv auf den Rest Europas auswirken wird.

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