CBD-Pflaster: So wirken sie und warum immer mehr Menschen darauf umsteigen

3. September 2026Marieke van Haaster
CBD patches: how they work and why more people are switching to them

Immer mehr Menschen suchen nach einer natürlichen Möglichkeit, Schmerzlinderung, Entspannung oder das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen. Bei dieser Suche werden CBD-Pflaster immer beliebter – und das aus gutem Grund. Bei Dutch Natural Healing stellen wir fest, dass CBD-Pflaster mittlerweile für viele Menschen zu einem festen Bestandteil ihrer täglichen Routine geworden sind. Das positive Feedback und die praktischen Tipps, die wir von Anwendern erhalten, motivieren nicht nur uns, sondern helfen auch anderen dabei, herauszufinden, was Pflaster für sie bedeuten können. In diesem Blog schauen wir uns genauer an, wie CBD-Pflaster eigentlich funktionieren und was sie von anderen Möglichkeiten der CBD-Anwendung unterscheidet.

Was sind CBD-Pflaster?

Ein CBD-Pflaster ist ein kleines selbstklebendes Pflaster, das transdermal wirkt. Das bedeutet, dass CBD über die Haut aufgenommen wird und nicht über das Verdauungssystem. Sobald das Pflaster auf die Haut geklebt wird, wird das CBD nach und nach freigesetzt und gelangt in den Blutkreislauf.

Für eine optimale Anwendung sollte das Pflaster auf eine saubere und trockene Hautstelle geklebt werden – idealerweise dort, wo die Haut etwas dünner ist, beispielsweise an der Innenseite des Arms. Da die Freisetzung langsam und gleichmäßig erfolgt, kann die Wirkung eines Pflasters länger anhalten als bei anderen Formen von CBD.

Wie werden CBD-Pflaster hergestellt?

Die Herstellung eines CBD-Pflasters erfolgt in einem sorgfältigen, mehrstufigen Prozess.

Schritt 1: Herstellung einer dünnen CBD-Schicht
Zunächst wird CBD in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst, beispielsweise in einem hydroalkoholischen Gel. Diese Lösung wird zu einer dünnen Schicht verteilt und anschließend getrocknet, sodass das Lösungsmittel verdampft und eine feste CBD-Schicht zurückbleibt. Diese Schicht wird entsprechend der gewünschten Dosierung des fertigen Pflasters zugeschnitten.

Schritt 2: Aufbringen auf eine Klebeschicht
Die getrocknete CBD-Schicht wird anschließend auf einer selbstklebenden Oberfläche befestigt. Diese Trägerschicht kann beispielsweise aus Kunststoff, Stoff oder Papier bestehen und sorgt dafür, dass das Pflaster angenehm auf der Haut haftet. Die Wahl des Materials beeinflusst sowohl den Tragekomfort als auch die Flexibilität des Pflasters im Alltag.

Schritt 3: Anbringen einer Schutzschicht
Zum Schluss wird das Pflaster mit einer abziehbaren Schutzfolie versehen. Diese verhindert, dass das CBD vorzeitig freigesetzt wird. Die Folie wird erst unmittelbar vor dem Aufkleben entfernt, sodass die Freisetzung beginnt, sobald das Pflaster mit der Haut in Kontakt kommt.

Wie wird CBD über die Haut aufgenommen?

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und darauf ausgelegt, unerwünschte Substanzen fernzuhalten. Besonders die äußerste Hautschicht bildet eine dichte Barriere, wodurch die transdermale Aufnahme eine echte Herausforderung darstellt. Dennoch kann CBD aufgrund seiner natürlichen Eigenschaften und moderner Pflastertechnologien durch die Haut gelangen.

Aufbau der Haut und die Wechselwirkung mit CBD

Die Haut besteht aus mehreren Schichten: der Epidermis mit dem Stratum corneum als äußerster Schicht, der darunterliegenden Dermis und dem subkutanen Fettgewebe. Das Stratum corneum stellt dabei die größte Barriere dar (1).

Da CBD lipophil ist – sich also besser in Fett als in Wasser löst – kann es über lipophile Wege in der Haut durch diese Schicht gelangen.

Transdermale Technologie

CBD-Pflaster nutzen transdermale Technologie, um CBD langsam und gleichmäßig freizusetzen. Sobald ein Pflaster auf die Haut geklebt wird, unterstützt die Wärme der Haut die Freisetzung des CBD, das sich anschließend durch die verschiedenen Hautschichten bewegt.

Dieser Vorgang basiert auf einem natürlichen Prozess namens Diffusion. Dabei bewegen sich Teilchen von einem Bereich mit einer höheren Konzentration zu einem Bereich mit einer niedrigeren Konzentration. In diesem Fall gelangt CBD vom Pflaster, wo die Konzentration hoch ist, in die Haut, wo sie niedriger ist.

Die Rolle von Penetrationsverstärkern

Um die Aufnahme von CBD zu verbessern, enthalten viele Pflaster sogenannte Penetrationsverstärker. Dabei handelt es sich um Inhaltsstoffe oder Technologien, die die Haut vorübergehend durchlässiger machen können.

Hierzu gehören chemische Lösungen, aber auch physikalische Methoden wie Mikronadeln oder Nanocarrier. Bestimmte chemische Penetrationsverstärker können die transdermale Aufnahme von CBD beschleunigen und verbessern (2).

Aufnahme in den Blutkreislauf

Nachdem CBD das Stratum corneum überwunden hat, erreicht es die Dermis, in der sich Blutgefäße befinden. Von dort kann es von den Kapillaren aufgenommen werden und direkt in den Blutkreislauf gelangen.

Da dieser Aufnahmeweg die Leber zunächst umgeht, geht weniger CBD durch den sogenannten First-Pass-Effekt verloren (3). Dadurch kann die Bioverfügbarkeit im Vergleich zur oralen Einnahme höher ausfallen.

Spielt die Körperstelle eine Rolle?

Die Stelle, an der ein Pflaster angebracht wird, kann beeinflussen, wie gut CBD aufgenommen wird. Bereiche mit dünnerer Haut – beispielsweise das Handgelenk oder die Innenseite des Arms – stellen eine geringere Barriere dar und können dadurch eine effizientere und etwas schnellere Aufnahme ermöglichen.

Bioverfügbarkeit: Warum Pflaster einen Unterschied machen

Die Bioverfügbarkeit beschreibt, welcher Anteil des aufgenommenen CBD tatsächlich in den Blutkreislauf gelangt und dem Körper zur Verfügung steht.

Wird CBD-Öl oral eingenommen, kann ein erheblicher Teil bereits in der Leber abgebaut werden, bevor er den Blutkreislauf erreicht. Dieser Vorgang wird als First-Pass-Effekt bezeichnet.

Oral eingenommenes CBD weist typischerweise eine Bioverfügbarkeit von etwa 6 bis 20 Prozent auf, abhängig von der Art der Einnahme. Bei der sublingualen Anwendung – also unter der Zunge – liegt sie meist zwischen 13 und 19 Prozent. Wird CBD direkt geschluckt, liegt die Bioverfügbarkeit mit etwa 6 bis 12 Prozent niedriger (4).

Pflaster funktionieren anders. Da CBD über die Haut direkt in den Blutkreislauf gelangen kann, wird die Leber zunächst umgangen. Untersuchungen deuten darauf hin, dass Pflaster mit Nanocarrier-Technologie die Aufnahme im Vergleich zur oralen Einnahme um das Drei- bis Neunfache verbessern können (5). Dadurch kann dem Körper ein größerer Anteil des angewendeten CBD zur Verfügung stehen.

Wie wirksam sind CBD-Pflaster?

Da Pflaster eine vergleichsweise neue Form der CBD-Anwendung darstellen, befindet sich die Forschung zu ihrer Wirksamkeit noch in der Entwicklung. Dennoch werden sie aufgrund ihrer langanhaltenden Freisetzung häufig im Zusammenhang mit Schmerzen und Entzündungen eingesetzt.

Die Freisetzung kann je nach Pflaster zwischen 48 und 70 Stunden anhalten, wobei die höchste Freisetzungsrate häufig etwa vier Stunden nach dem Aufkleben erreicht wird. Untersuchungen zu transdermal angewendetem CBD haben eine Verringerung von Schmerzen und Entzündungsreaktionen gezeigt und liefern damit erste Hinweise auf das Potenzial dieser Anwendungsform (6).

Auch CBD-Pflaster im Zusammenhang mit Psoriasis wurden bereits klinisch untersucht (7). Gleichzeitig ist wichtig zu beachten, dass sich die Qualität verschiedener Pflaster deutlich unterscheiden kann (8). Nicht jedes auf dem Markt erhältliche Pflaster enthält tatsächlich die angegebene Menge CBD, und auch die Freisetzungsraten können von Produkt zu Produkt variieren (8).

Deshalb ist es wichtig, einen Anbieter zu wählen, der transparent mit Qualität und Produkttests umgeht. Insgesamt stellen CBD-Pflaster eine interessante Anwendungsform dar, insbesondere wenn eine gleichmäßige und langanhaltende Freisetzung gewünscht ist. In den kommenden Jahren ist mit weiterer Forschung zu dieser Form der CBD-Anwendung zu rechnen.

Zusammenfassung

CBD-Pflaster haben sich innerhalb kurzer Zeit zu einer beliebten Möglichkeit entwickelt, CBD anzuwenden – und dafür gibt es gute Gründe. Viele Anwender schätzen insbesondere die einfache Anwendung und die langanhaltende Freisetzung.

Die Kombination aus transdermaler Technologie, effizienter Aufnahme und unkomplizierter Anwendung macht Pflaster zu einer praktischen Option für den Alltag und einen aktiven Lebensstil.

Du möchtest wissen, welche Erfahrungen andere Menschen mit CBD-Pflastern gemacht haben oder ob diese Form der Anwendung zu dir passen könnte? Dann wirf einen Blick auf die Bewertungen auf unserer Website und erfahre mehr.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange wirkt ein CBD-Pflaster?

Je nach Produkt kann ein CBD-Pflaster zwischen 48 und 70 Stunden CBD freisetzen. Die höchste Freisetzungsrate wird in der Regel etwa vier Stunden nach dem Aufkleben erreicht.

Wo sollte ich ein CBD-Pflaster aufkleben?

Wähle eine saubere und trockene Hautstelle. Besonders geeignet sind Bereiche, an denen die Haut etwas dünner ist, beispielsweise die Innenseite des Arms oder das Handgelenk. Dünnere Haut kann eine bessere und schnellere Aufnahme ermöglichen.

Sind CBD-Pflaster wirksamer als CBD-Öl?

Pflaster ermöglichen die Aufnahme über die Haut und umgehen dabei zunächst die Leber. Dadurch kann im Vergleich zu oral eingenommenen Produkten wie Öl oder Kapseln ein größerer Anteil des CBD in den Blutkreislauf gelangen.

Einige Untersuchungen zeigen, dass Pflaster mit Nanocarrier-Technologie die Aufnahme im Vergleich zur oralen Einnahme um das Drei- bis Neunfache verbessern können.

Können CBD-Pflaster bei Schmerzen helfen?

Mehrere Studien haben die transdermale Anwendung von CBD im Zusammenhang mit Schmerzen und Entzündungen untersucht und dabei vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Viele Anwender entscheiden sich aufgrund der langanhaltenden und gleichmäßigen Freisetzung für Pflaster.

Ist die Qualität von CBD-Pflastern bei allen Marken gleich?

Nein. Die Qualität kann sich zwischen verschiedenen Herstellern deutlich unterscheiden. Einige Pflaster enthalten nicht die auf dem Etikett angegebene Menge CBD, und auch die Freisetzungsrate kann von Produkt zu Produkt variieren.

Deshalb empfiehlt es sich, auf einen Anbieter mit transparenten Produkttests und einer zuverlässigen Herkunft der Inhaltsstoffe zu achten.


Quellen

  1. Kirk RD, Akanji T, Li H, Shen J, Allababidi S, Seeram NP, Bertin MJ, Ma H. Evaluations of Skin Permeability of Cannabidiol and Its Topical Formulations by Skin Membrane Based Parallel Artificial Membrane Permeability Assay and Franz Cell Diffusion Assay. Med Cannabis Cannabinoids. 2022 Oct 10;5(1):129–137.
    https://doi.org/10.1159/000526769

  2. Junaid MSA, Tijani AO, Puri A, Banga AK. In vitro percutaneous absorption studies of cannabidiol using human skin. International Journal of Pharmaceutics, Volume 616, 2022, 121540.
    https://doi.org/10.1016/j.ijpharm.2022.121540

  3. Mahmoudinoodezh H, Telukutla SR, Bhangu SK, Bachari A, Cavalieri F, Mantri N. The Transdermal Delivery of Therapeutic Cannabinoids. Pharmaceutics. 2022 Feb 18;14(2):438.
    https://doi.org/10.3390/pharmaceutics14020438

  4. Millar SA, Stone NL, Yates AS, O'Sullivan SE. A Systematic Review on the Pharmacokinetics of Cannabidiol in Humans. Front Pharmacol. 2018 Nov 26;9:1365.
    https://doi.org/10.3389/fphar.2018.01365

  5. Chu PC, Liao MH, Liu MG, Li CZ, Lai PS. Key Transdermal Patch Using Cannabidiol Loaded Nanocarriers with Better Pharmacokinetics in vivo. Int J Nanomedicine. 2024 May 16;19:4321–4337.
    https://doi.org/10.2147/IJN.S455032

  6. Hammell DC, Zhang LP, Ma F, Abshire SM, McIlwrath SL, Stinchcomb AL, Westlund KN. Transdermal cannabidiol reduces inflammation and pain related behaviours in a rat model of arthritis. Eur J Pain. 2016 Jul;20(6):936–948.
    https://doi.org/10.1002/ejp.818

  7. Sermsaksasithorn P, Asawanonda P, Phutrakool P, Ondee T, Chariyavilaskul P, Payungporn S, Pongpirul K, Hirankarn N. Efficacy and Safety of Cannabis Transdermal Patch for Alleviating Psoriasis Symptoms. Med Cannabis Cannabinoids. 2024 May 30;7(1):99–110.
    https://doi.org/10.1159/000539492

  8. Yu L, Madsen FB, Eriksen SH, Andersen AJC, Skov AL. A reliable quantitative method for determining CBD content and release from transdermal patches in Franz cells. Phytochem Anal. 2022 Dec;33(8):1257–1265.
    https://doi.org/10.1002/pca.3188

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